Nachdem uns im vornherein gesagt wurde, dass es wichtig sei zum Hochzeitstag puenktlich zu erscheinen, haben wir sogar auf unsere vollstaendige Reisportion verzichtet, um 8:00 vor dem Waisenhaus auf Gita zu warten. Nach einer Stunde Wartezeit im Waisenhaus waren Gitas Haare endlich trocken, die Bilder von Mim Lal mit unserer Hilfe bearbeitet, eine Tasse Tee getrunken, eklige "Brezelblumen" gegessen und der Schmuck fuer den Braeutigam fertiggebastelt, es konnte endlich losgehen.
Die Haare der Braut waren bei unserer Ankunft bereits frisiert, den Schminkvorgang und das Einkleiden mit dem Sari konnten wir mit dem Rest der Frauen der Familie (jaja, wir gehoeren auch zu der Familie, wurden mit dem roten thikapunkt aufgenommen) aber noch gut und gemuetlich beobachten. Danach hiess es mal wieder warten, diesmal auf den Braeutigam. Die 5 Stunden haben wir damit verbracht uns mit den anderen Familienmitgliedern, die kein Englisch verstehen, zu unterhalten, Tee zu trinken, Fotos zu schiessen, Kekse zu essen und anschliessend zum Snack und zum Lunch ins grosse Festzelt zu wandern. Als Snack wurde uns wieder einmal fritierte Sachen angeboten. Diesmal Pommes, Brezelblumen, Erdnuesse, Chips, Bueffelfleisch, Huehnchen und Orangensaft. Reis, Linsen, Tomaten(suppe?), Bohnen, Gurken, Moehren, Fleisch, Fleisch, Fleisch bekamen wir dann anschliessend zum Dinner.
Vollgestopft und unsicher, ob das nun schon die Hochzeit gewesen sei (...haben ja immer noch nichts verstanden...) wurden wir dann aus unseren Plastikstuehlen von extrem lauter Blasmusik gelockt. Ein riesen Umzug, angefuehrt von der Blaskapelle kam den Feldweg entlang auf unser Partyzelt zu. Gefolgt von mindestens 100 Maennern in schwarzen anzuegen (Freunde des Braeutigams, die braut darf keine einladen..), dem Auto mit dem Braeutigam und anderen Gaesten.
JETZT kam also der hoehepunkt, der sich wiedermal nicht besonders zuegig abspielte, 3 Stunden spaeter waren die beiden Mann und Frau und die Frau eher weniger zufrieden, sie hat den ganzen Tag weinend im Haus verbracht und wurde von Schwestern, Cousinen, Tanten usw getroestet. Anscheinend war der eklige, dicke, arrogante Braeutigam nicht ihre grosse Liebe. Uns wurde erzaehlt, sie sei traurig, weil sie nun in das 15 km entfernte bhaktapur zu ihrem Mann ziehen muesse und ihre Familie zureucklassen muss. Wer weiss...wer weiss....;)
Abschliessend haben wir uns (wir konnten kein essen mehr sehen, auch nicht den whiskey (es gab nichts anderes mehr zu trinken...)) ganz gut aus der affaire gezogen und sind mit den waisenkindern heimgelaufen. Nach einer Stunde Fussmarsch waren wir zu Hasue und haben CID geschaut. Ein wirklich interessanter Tag.
Bis bald,
Jule und Sophie
Montag, 23. November 2009
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hallihallo ihr beiden,
AntwortenLöschenich hab mich heut seeehr über eure Postkarte gefreut :D wie es scheint gehts euch in Nepal richtig gut.
beim studium is noch alles wunderbar.
na gut. ich wünsch euch noch ne tolle zeit
liebste Grüße
Lisa