Sonntag, 24. Januar 2010

on tour

2.) Nagarkot

Die Reise nach Nagarkot zaehlt als eine der schoensten, die wir bisher ueberhaupt erlebt haben. Nachdem wir eine Weile gebraucht hatten, in dem chaotischen Grossstadttreiben, voller Busse, Autos, Laerm, Leuten usw unseren richtigen Bus zu finden hatten wir es doch letzten Endes geschafft und wurden zu unserem Entsetzen (zu grosse Rucksaecke, die im Passagierraum zu viel Sitz und Stehmoeglichkeiten geraubt haetten) mit ca. 15 anderen Personen aufs Busdach verfrachtet. Das schelmische Schmunzeln der Buscrew und anderer Einheimischer verschwand, als sie sahen, wie gekonnt wir die 2,5m hohe Leiter mit dem fetten Rucksaecken ohne weitere Schwierigkeiten hochkletterten...(haben die vielen Kletternachmittage in der Halle doch ihr Gutes getan;) Nach nicht allzu langer Zeit war der Bus voll besetzt und die Fahrt ging los. Anfangs noch ziemlich verkrampft und von Zeit zu Zeit immer lockerer fuhren wir die Serpentinen durch den Dschungel immer hoeher. Spannend wurde die Sache immer dann, wenn ploetzlisch Gegenverkehr oder Stromleitungen in Augenhoehe erschienen. Auch ruckartige Bremsmanoever waren nicht grade selten.... Trotzdem: Der Ausblick war wunderbar und der Fahrtwind im Gesicht rundum beglueckend:) Dazu gab es ordentlich Sonne und zur Abwechslung mal was Gesundes- Obst- auf dem Busdach. Angekommen in Nagarkot verfolgte uns das Glueck immer noch, wieder kam ein Hotelmitarbieter direkt auf uns (Touris halt...) zu und hat uns bequatscht. Dank guter Erfahrungen in Bhaktapur sind wir direkt mitgegangen und hatten promt wieder einen Gluecksgriff! Wir landeten "At the end of the universe" und hatten einen gigantischen Ausblick auf die 8000 er. In unserem "Dschungelcamp"- so wirkte die ganze Anlage (Bambushuettchen, rustikale Klos und Duschen, viel Holz und Naturzeugs usw.) haben wir ein kleines Zimmer bezogen, was eigentlich nur aus einem riesigen Bett bestand und konnten aus den 2 Fenstern perfekt auf das Himalayapanorama blicken. Besonders schoen war das am naechsten morgen beim Sonnenaufgang!
Gleich nach dem Fruehstueck gings zur Abenteuerfahrt nach Sakhu. Unser Taxisfahrer im angemieteten Minibus begruesste uns mit einem Mangosafttrinkpaeckchen und LOS GINGS!
Wieder mal Serpentinen runter, diesmal mit Loechern, Spalten, Steinen, Sandwegen und rechts und links Schluchten- kurz, nicht fuer Autos geeignet. Trotzallem war die fahrt extrem lustig, wir hatten einigen Spass mit der "Buscrew" und haben am Ende wirklich den Dschungeltempel "Vairayogini" erreicht. Nach zahlreichen Treppenstufen (nicht enden wollend....-.-) bot uns auch von dem Oertchen aus (viele Affen, einer hat uns die ganzen Bananenschalen geklaut..) ein schoener Anblick ins Tal. Wieder im Taxi wurde uns verkuendet, dass es nun auf ein Festival gehe und wir doch sicherlich nichts dagegen haetten sie zu begleiten. Also, warum nicht. Auf ging es nach Sakhu und zum heiligen Fluss. Das 1 monatige Festival ist wieder zu Ehren eines Gottes gewesen, die Menschen badeten zu 100ten im "heiligen Fluss" , um Krankheiten und Hautunreinheiten loszuwerden. Wir haben uns auf Anweisung hin die Haende gewaschen. Die meiste Zeit haben wir jedoch auf dem Basar verbracht und Jule hat sich ein Hennatatoo malen lassen (allerdings unprfessionell, nach 3 Stunden verschwunden....)
Zurueck in Nagarkot mussten wir uns leicht beeilen, um noch vor Sonnenuntergang zurueck in Bahktapur zu sein- das Doerfchen war dann doch fuer 2 Naechte etwas langweilig. So ging es, diesmal von alleine auf das Dach des Busses und im Sonnenuntergang und deismal mit lauter Indimusik zurueck. Mit von der Partie waren zahlreiche jugendliche, die den Ausflug auf dem Busdfach als Datestation nutzten- wirklich lustige Fahrt ;) In Nepal duerfen sich Junge und Maedchen erst nach der Hochzeit zu Hasue besuchen. Haendchen halten und Kuesschen geben zaehlt als hoch ordinaer und ist verpoent- muss streng geheim gehalten werden, halt auf dem Busdach ausgekostet werden xD hihi
Wir haben in der Zeit nur unsere letzten Schokoladenvorraete vernascht.

3.) Bhaktapur

Hier natuerlich wieder im gewohnten Guest- House und im selben Zimmer fuehlten wir uns schon richtig heimisch. Man kannte einige Leute und auch so wusste man gut, wo man am besten essen und faulenzen und shoppen kann;)
So verbrachten wir den naechsten Tag gaaaaanz entspannt und gechillt, haben uns lesend auf Tempelterassen verzogen, Touris beobachtet, eingekauft, Kaffee getrunken (wir sind dabei koffeinabhaengig zu werden..) und den Abend schliesslich wieder bei unserem Lieblingskellner verbracht.

4.) Am 6. Tag unserer Reise ging es (im Passagierraum des Busses) zureuck in die Hauptstadt. Da wir hier nur fuer eine Nacht bleiben wollten leisteten wir uns ein pompoeses Hotel! Das "Kathmandu Guest House" beherbergte unzaehlige Touristen, hatte vergoldete Verzierungen, einen Flachbildfernsehr in der Lounge, eine Bar, Sauna, Massageangebote und jede Menge Zimmer. Sogar die Beatles verschlug es 1968 hier her! Bestimmt nicht in unser Zimmer, das lag im unteren Kostenbereich. In unserem "Revier", in Thamel kennen wir uns ja bestens aus und wussten daher, wo und was und wie wir am schoensten den restlichen Tag verbringen konnten. WIr haben die dritte Filliale unserer absoluten Lieblingsladens gefunden und den passenden ueberdrehten, lustigen Verkaeufer, der uns seine Freundschaft direkt angeboten hat, dazu.
Den Abschlussabend werden wir wohl nicht so schnell vergessen, wir haben endlich mal wieder cocktails getrunken und bei live Musik in einem irish Pub gesessen. Die Nepalesen singen unheimlich hoch, schrill und komisch:) Im angeheiterten Zustand ist das wirklich zum bruellen!
Das Abschlussfruehstueck im "Pumpernickel" wurde mit einem Trauersnickers ueber die wunderschoene Woche abgerundet. Danach ging es zurueck ins Children Home, wo die Kinder unerwartet schulfrei hatten und wir dadurch gleich wieder beschaeftigt wurden.....baaaaaeeehhhh!!!

Was solls, naechste Woche geht es wieder los, diesmal nach Pokhara in die Berge! Spaeter mehr,

Jule und Sophie

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