Samstag, 26. Dezember 2009
Weihnachten
Den Morgen des 24. haben wir damit verbracht die Geschenke fuer alle in Zeitungspapier einzupacken. Es gab fuer die Maedchen Strumpfhosen, dicke Socken und Spittelzeugs sowie Suessigkeiten. Die Jungs bekamen ein kleines Spielzeug, ein T- shirt und dicke Socken sowie ebenfalls reichlich Suesses. Ausserdem haben alle Barbie- bzw. Jungssticker bekommen. Fuer MIm Lal und Gita gab es den lang ersehnten Whisky aus Deutschland, Schokolade, Kekse, Parfum und Waescheklammern fuer das Dach( jetzt fliegt die frische Waesche ev. nicht mehr so oft in den Dreck..)
Anschliessend haben wir zusammen mit Mim Lal und den kleineren Kindern, die mit ihren Pruefungen bereits fertig waren, das Studierzimmer festlich geschmueckt- ganz im Nepalstyle. Wieder gab es bunte, kitschige, blinkende und weihnachtsliederspielende Lichterketten im ganzen Raum, auf dem Tisch wurden Papiersterne aufgeklebt, in der Ecke der "Tannenbaum" (Zweige in einem Eimer mit Erde, dekoriert mit orangenen Blumen und Watte..) plaziert und Kekse, Orangen und Kerzen eingekauft.
Nachdem alle Kinder eingetroffen waren haben wir den Weihnachtskalender geoeffnet (deutsche Schokolade- Milka) und Pfannkuchen gebacken, die wir dann fuer alle mit Schokocrem serviert haben. Die Ueberraschung war jedoch am groessten, als Bishesh den Sack vom Weihnachtsmann (unseren Sack fuer die Rucksaecke im Flieger) mit einem Brief von diesem fand. Hierin stand, dass er leider nicht persoenlich kommen kann, denn sein wichtigstes Rehntier, Rudolph, ist krank. Seine Nase leuchtet nicht mehr und der Weihnachtsamnn ist ratlos, wie er alles schaffen soll. Dafuer sind Jule und Sophie da, die seine Aufgabe dieses Jahr uebernehmen sollen, naechstes JAhr kommt er bestimmt.
Also taten wir, was der Boss uns auftrung und liessen die Bescherung beginnen.
Unser Vorhaben, dass jeder ein Lied singen sollte wurde allerdings abgewandelt indem dann jeder etwas vortanzte oder alle zusammen sangen und lachten. Es war wirklich eine Bombenstimmung :) Der Spass wurde am groessten, als der Strom wiederkam und endlich auch die Lichterketten loslegten und die Anlage indische Songs spilete. Die meisten Kinder oder auch Erwachsenen tanzen und assen viel zu viel Schokolade und die anderen halfen in der Kueche beim Momo kochen. Die kleinen Teigtaschen, gefuellt mit Fleisch oder Gemuese, gab es dann anstatt des ueblichen Reises.
Rundum kann man sagen, dass das Fest schoener war, als wir uns es erhofft hatten.
Gegen 21:00 Uhr verabschiedeten wir uns in Vorfreude auf unsere Geschenke von zu Hause, die wir dann in unserem Zimmer bei gemuetlichem Kerzenschein und Raeucherkerzenduft oeffneten. (besonderer Dank an Lisa fuer die Raeucherkerzen :)
Den ersten Weihnachtsfeiertag, verbrachten wir vormittags in der Kirche. In Nepal ist es ueblich, Jesus Geburt am Morgen des 25. zu feiern.
Dafuer holte uns gegen halb 12 unsere fanatische Waschfrau ab, die uns schon mehr als einmal versicherte:"I love Jesus!!!" Zusammen mit ihr und ihrer Nichte Mamta verbrachten wir 3 Stunden bei einem kleinen Vorspiel und Gesang und natuerlich der Predigt. Lustig war, dass der aelteste Christ der Gemeinde (weisse Hopperkapuze, eingefallenes Gesicht, ausdruckloser Blick und Rundbrille) die Aufgabe hatte hinter einer gigantischen Geburtstagstorte fuer Jesus zu sitzen und mit seiner letzten Puste die Kerzen auszupusten, waehrend die restlichen Leute "Happy Birthday to you Jesus.." sangen :):):) Haha!
Auch hier steht wieder fest, kein weiterer sektenhafter Kirchgang mehr fuer uns :)
Anschliessend haben wir zusammen mit Mim Lal und den kleineren Kindern, die mit ihren Pruefungen bereits fertig waren, das Studierzimmer festlich geschmueckt- ganz im Nepalstyle. Wieder gab es bunte, kitschige, blinkende und weihnachtsliederspielende Lichterketten im ganzen Raum, auf dem Tisch wurden Papiersterne aufgeklebt, in der Ecke der "Tannenbaum" (Zweige in einem Eimer mit Erde, dekoriert mit orangenen Blumen und Watte..) plaziert und Kekse, Orangen und Kerzen eingekauft.
Nachdem alle Kinder eingetroffen waren haben wir den Weihnachtskalender geoeffnet (deutsche Schokolade- Milka) und Pfannkuchen gebacken, die wir dann fuer alle mit Schokocrem serviert haben. Die Ueberraschung war jedoch am groessten, als Bishesh den Sack vom Weihnachtsmann (unseren Sack fuer die Rucksaecke im Flieger) mit einem Brief von diesem fand. Hierin stand, dass er leider nicht persoenlich kommen kann, denn sein wichtigstes Rehntier, Rudolph, ist krank. Seine Nase leuchtet nicht mehr und der Weihnachtsamnn ist ratlos, wie er alles schaffen soll. Dafuer sind Jule und Sophie da, die seine Aufgabe dieses Jahr uebernehmen sollen, naechstes JAhr kommt er bestimmt.
Also taten wir, was der Boss uns auftrung und liessen die Bescherung beginnen.
Unser Vorhaben, dass jeder ein Lied singen sollte wurde allerdings abgewandelt indem dann jeder etwas vortanzte oder alle zusammen sangen und lachten. Es war wirklich eine Bombenstimmung :) Der Spass wurde am groessten, als der Strom wiederkam und endlich auch die Lichterketten loslegten und die Anlage indische Songs spilete. Die meisten Kinder oder auch Erwachsenen tanzen und assen viel zu viel Schokolade und die anderen halfen in der Kueche beim Momo kochen. Die kleinen Teigtaschen, gefuellt mit Fleisch oder Gemuese, gab es dann anstatt des ueblichen Reises.
Rundum kann man sagen, dass das Fest schoener war, als wir uns es erhofft hatten.
Gegen 21:00 Uhr verabschiedeten wir uns in Vorfreude auf unsere Geschenke von zu Hause, die wir dann in unserem Zimmer bei gemuetlichem Kerzenschein und Raeucherkerzenduft oeffneten. (besonderer Dank an Lisa fuer die Raeucherkerzen :)
Den ersten Weihnachtsfeiertag, verbrachten wir vormittags in der Kirche. In Nepal ist es ueblich, Jesus Geburt am Morgen des 25. zu feiern.
Dafuer holte uns gegen halb 12 unsere fanatische Waschfrau ab, die uns schon mehr als einmal versicherte:"I love Jesus!!!" Zusammen mit ihr und ihrer Nichte Mamta verbrachten wir 3 Stunden bei einem kleinen Vorspiel und Gesang und natuerlich der Predigt. Lustig war, dass der aelteste Christ der Gemeinde (weisse Hopperkapuze, eingefallenes Gesicht, ausdruckloser Blick und Rundbrille) die Aufgabe hatte hinter einer gigantischen Geburtstagstorte fuer Jesus zu sitzen und mit seiner letzten Puste die Kerzen auszupusten, waehrend die restlichen Leute "Happy Birthday to you Jesus.." sangen :):):) Haha!
Auch hier steht wieder fest, kein weiterer sektenhafter Kirchgang mehr fuer uns :)
Folge Nr. 2
Dieses Mal hatte der Chakre (magic man) die Aufgabe, den Grund fuer den Selbstmord des Ehemannes herauszufinden.
Um uns dieses Ritual auch nicht entgehen zu lassen starteten wir gegen 19:00 Uhr mit Ram und seinem ueberaus duemmlichen Freund (der uns stets, auch auf ganz anders gestellte Fragen mit :"Me?! I am single!" antwortete....-.-) zum Festplatzt. Hier wurde fuer den Geistesheiler und seine Geister eine Art Arena errichtet, die von bunten Faehnchen und Blinklichterketten eingerahmt war. In der Mitte befand sich ein riesiger Holzhaufen.
Als wir gegen um 8 eintrafen wurden wir direkt auf eine Dachterrasse verwiesen und bekamen heisses Wasser zum aufwaermen. Zu diesem Zeitpunkt war es noch wirklich angenehm, wir hatten schliesslich jeder 4 Fleecejacken und mehrere Pullover sowie eine Winterjacke an. Nach den ersten 4 Stunden Wartezeit (wir durften dieses Mal die eigentliche Zeremonie innerhalb des Hauses nicht miterleben) in der voranschreitenden Nacht wurde dann nicht nur uns sondern sogar auch mal den Einheimischen (die wie es scheint kein Temperaturempfinden haben) kuehl. Doch als es dann auch nach 6-7 Stunden nicht anfing und Ram partout nicht vor der grossen Auffuehrung fahren wollte wurden wir dann doch schon ziemlich schlecht gelaunt. Jule spuerte ihre erfrorenen Zehen gar nicht mehr und auch Sophie konnte ihr Zittern nicht mehr ganz kontrollieren. Unsere Rettung war, dass die Familie irgendwann zwischen unserem halb- und ganz erfrorenen Zustand ein kleines Lagerfeuer entzuendete und erneut Heisswasser austeilte. Wir hatten wirklich Wut! Vor allem, wenn man bedenkt, dass der daemliche Freund die meiste Zeit, wie auf Drogen kicherte...
Gegen 3:00 Uhr morgens und nach 9 Stunden Wartezeit begann die 5 minuetige Zeremonie. Hierbei erklaerte uns Bishesh (auszubildender Koch, auch mit auf der Dachterasse) dass der Chakre nun wie wild durch den Gluthaufen des zu vor riesigen Holzhaufens rennt, weil die Geister nun anwesend sind und ihm zufluestern, weshalb der Mann sich umbrachte. In der Zeit davor wurden die Geister gerufen, nun befragt. Anschliessend huepfte der Mann, klingelnd mit seinen Gloeckchen, zusammen mit seinen 3 Gehilfen zurueck in das Haus der Familie, wo er denen alles ueber die Gruende erzaehlte.
Vermutlich waren wir noch nie in unserem Leben so durchgefroren und nass (Raureif). Auch zurueck in unseren Schlafsaecken wurden wir nicht mehr warm in dieser Nacht- keine Geisteraustreibungen mehr fuer uns, das steht fest.
Um uns dieses Ritual auch nicht entgehen zu lassen starteten wir gegen 19:00 Uhr mit Ram und seinem ueberaus duemmlichen Freund (der uns stets, auch auf ganz anders gestellte Fragen mit :"Me?! I am single!" antwortete....-.-) zum Festplatzt. Hier wurde fuer den Geistesheiler und seine Geister eine Art Arena errichtet, die von bunten Faehnchen und Blinklichterketten eingerahmt war. In der Mitte befand sich ein riesiger Holzhaufen.
Als wir gegen um 8 eintrafen wurden wir direkt auf eine Dachterrasse verwiesen und bekamen heisses Wasser zum aufwaermen. Zu diesem Zeitpunkt war es noch wirklich angenehm, wir hatten schliesslich jeder 4 Fleecejacken und mehrere Pullover sowie eine Winterjacke an. Nach den ersten 4 Stunden Wartezeit (wir durften dieses Mal die eigentliche Zeremonie innerhalb des Hauses nicht miterleben) in der voranschreitenden Nacht wurde dann nicht nur uns sondern sogar auch mal den Einheimischen (die wie es scheint kein Temperaturempfinden haben) kuehl. Doch als es dann auch nach 6-7 Stunden nicht anfing und Ram partout nicht vor der grossen Auffuehrung fahren wollte wurden wir dann doch schon ziemlich schlecht gelaunt. Jule spuerte ihre erfrorenen Zehen gar nicht mehr und auch Sophie konnte ihr Zittern nicht mehr ganz kontrollieren. Unsere Rettung war, dass die Familie irgendwann zwischen unserem halb- und ganz erfrorenen Zustand ein kleines Lagerfeuer entzuendete und erneut Heisswasser austeilte. Wir hatten wirklich Wut! Vor allem, wenn man bedenkt, dass der daemliche Freund die meiste Zeit, wie auf Drogen kicherte...
Gegen 3:00 Uhr morgens und nach 9 Stunden Wartezeit begann die 5 minuetige Zeremonie. Hierbei erklaerte uns Bishesh (auszubildender Koch, auch mit auf der Dachterasse) dass der Chakre nun wie wild durch den Gluthaufen des zu vor riesigen Holzhaufens rennt, weil die Geister nun anwesend sind und ihm zufluestern, weshalb der Mann sich umbrachte. In der Zeit davor wurden die Geister gerufen, nun befragt. Anschliessend huepfte der Mann, klingelnd mit seinen Gloeckchen, zusammen mit seinen 3 Gehilfen zurueck in das Haus der Familie, wo er denen alles ueber die Gruende erzaehlte.
Vermutlich waren wir noch nie in unserem Leben so durchgefroren und nass (Raureif). Auch zurueck in unseren Schlafsaecken wurden wir nicht mehr warm in dieser Nacht- keine Geisteraustreibungen mehr fuer uns, das steht fest.
Donnerstag, 17. Dezember 2009
..treibt ihr den Teufel aus...
Als wir an einem schoenen Donnerstagnachmittag auf der sonnigen Dachterrasse sassen und Milchkaffee getrunken haben, Muesliriegel gefuttert und Weihnachtskarten fuer die Kinder gemalt haben erreichte uns der Anruf von Ram. (unser Gastbruder)
Er wolle uns etwas interessantes zeigen und uns einladen mit ihm zu einer Freundin zu fahren, die von einem spirituellen Doktor geheielt werden solle. (..klingt doch wirklich interessant oder nicht?!)
Also weg die Karten, ausgetrunken der Kaffe und ab zu Ram und mit ihm in den Bus nach down town. Angekommen hatten wir den Dokotor leider verpasst und mussten uns mit Duennkaffe und Keksen (sehr lecker!) zufriedengeben. Puenktlich nach der anschliessenden Geburtstagsfeier ( wieder zurueck in Budhanilkantha) von Mim Lals Neffen und mit sehr viel zu Essen, ging es dann um 19:00 Uhr mit dem Motorrad, ohne Helm, mit einer heiden Angst und 70 Sachen durch Kathmandu zurueck zur "Abendvorstellung". Diesmal nicht mehr ganz so gut gelaunt, Ram und sein Bruder hatten uns vorher nochmal ein paar Einzelheiten ueber die Austreibungszeremonie und den damit verbundenen Zustand der Frau erzaehlt, kamen wir rechtzeitig im Haus der kranken an. Sie hat, so die Angehoerigen, boese Geister in ihrer Seele, die es nun gilt herauszutreiben. Seit 10 Monaten liegt sie im Bett, isst fast nichts, kruemmt sich spastisch und hat bereits 20 Kilo abgenommen, die Aerzte in den Krankenhaeusern von Kathmandu sind ratlos. Was nun nur noch helfen kann ist der "magic man".
Eingeschuechtert haben wir die Frau klagend, krampfend und weinend auf ihrem Bett empfangen, die selbe Frau, mit der wir am Nachmittag normal geredet haben. Der Grund fuer ihre Veraenderung, so Ram, war der anwesende "Arzt", der bestimmte Geister beschwor. Zu Beginn der eigentlichen Zeremonie wurde die Patentin in den Keller (der Raum wirkte wie eine Abstellkammer mit Bett) gebracht und vor den Meister auf eine Matte gelegt. Alle Zuschauer (Familie, Ram, Rams Bruder und wir) sassen eingeengt auf dem Bett im Neon- und Kerzenschein (..es war mal wieder Stromausfall..) und Raeucherkerzenqualm. Die erste Stunde verging damit, dass der Meister Woerter murmelnd, singend, auf einen Messingteller trommelnd und mit seinen Gloeckchen klingelnd vor uns sass und immer weiter in eine andere Sphaere abtriftete, bis er letztlich vollkommend zittern und im Schneidersitz huepfend vor uns schwitzend in Extase geriet. (wir sassen in 5 Schichten gewickelt da..) Als er seinen Hoehepunkt erreichte (lauter sang und pfiff und staerker noch zitterte) biss er in eine einmeter hohe Messingkanne, gefuellt mit Wasser und sprang, sie im Mund haltend auf, um in die anderen Zimmer zu hasten und den Geist zu toeten(?). Anschliessend hat er sich brennende Dochte in den Mund gestopf und dann kam der Strom wieder und bald darauf war er fertig, hat uns erzaehlt, dass er bei der Armee ist und nun wuesse, welcher Geist die Frau belagert. Naechste Woche wird er dann gegen ihn vorgehen.
Die Kranke hat die Zeit ueber abwechselnd geschrien, geweint, sich gekruemmt, verkrampft und Namen gerufen. Ihr Mann hatte aller Hand zu tun, um sie festzuhalten.
Besonders schlimm war das Ganze fuer die zwei Toechter und den kleinen Sohn.
Unsere Angst hatten wir bald verloren, als der dicke Bruder von Ram Witze machte, die anderen mit den Handys spielten (..wie immer alle hier, sogaar bei der Hochzeitszeremonie...) und die Einladung fuer die naechste Zeremonie kam, bei welcher der Meister ueber brennende Steine laufen will....
Ohne den schrecklichen Anblick der Frau haette das Ganze eine gute Zirkusnummer abgegeben.
Nach der Zeremonie (Pusha), beim anschliessenden Tee, war die Frau wieder normal und konnte mit uns reden. Sie hat sogar gelacht, als wir betreten gefragt haben, ob es ihr nun besser gehe.
Nachdenklich ging es mit dem "Bike" zurueck, in Erwartung auf Sonntag Nacht, wenn die naechste Vorstellung vielleicht auf uns wartet.
Morgen werden wir mit Ram in die Kirche gehen und nach Bodhnat fahren, um weiter nach einem Mandalakurs zu suchen. Ausserdem fahren wir vielleicht nach Thamel (Weihnachtsgeschenke), weil die Strassen von Sonntag bis Mittwoch wegen Maoistenstreiks gesperrt werden. (Handgreiflichkeiten,...)
Liebe Gruesse, die von-boesen-Geistern-verschonten Jule und Sophie
...muuuuahhhhh...
Er wolle uns etwas interessantes zeigen und uns einladen mit ihm zu einer Freundin zu fahren, die von einem spirituellen Doktor geheielt werden solle. (..klingt doch wirklich interessant oder nicht?!)
Also weg die Karten, ausgetrunken der Kaffe und ab zu Ram und mit ihm in den Bus nach down town. Angekommen hatten wir den Dokotor leider verpasst und mussten uns mit Duennkaffe und Keksen (sehr lecker!) zufriedengeben. Puenktlich nach der anschliessenden Geburtstagsfeier ( wieder zurueck in Budhanilkantha) von Mim Lals Neffen und mit sehr viel zu Essen, ging es dann um 19:00 Uhr mit dem Motorrad, ohne Helm, mit einer heiden Angst und 70 Sachen durch Kathmandu zurueck zur "Abendvorstellung". Diesmal nicht mehr ganz so gut gelaunt, Ram und sein Bruder hatten uns vorher nochmal ein paar Einzelheiten ueber die Austreibungszeremonie und den damit verbundenen Zustand der Frau erzaehlt, kamen wir rechtzeitig im Haus der kranken an. Sie hat, so die Angehoerigen, boese Geister in ihrer Seele, die es nun gilt herauszutreiben. Seit 10 Monaten liegt sie im Bett, isst fast nichts, kruemmt sich spastisch und hat bereits 20 Kilo abgenommen, die Aerzte in den Krankenhaeusern von Kathmandu sind ratlos. Was nun nur noch helfen kann ist der "magic man".
Eingeschuechtert haben wir die Frau klagend, krampfend und weinend auf ihrem Bett empfangen, die selbe Frau, mit der wir am Nachmittag normal geredet haben. Der Grund fuer ihre Veraenderung, so Ram, war der anwesende "Arzt", der bestimmte Geister beschwor. Zu Beginn der eigentlichen Zeremonie wurde die Patentin in den Keller (der Raum wirkte wie eine Abstellkammer mit Bett) gebracht und vor den Meister auf eine Matte gelegt. Alle Zuschauer (Familie, Ram, Rams Bruder und wir) sassen eingeengt auf dem Bett im Neon- und Kerzenschein (..es war mal wieder Stromausfall..) und Raeucherkerzenqualm. Die erste Stunde verging damit, dass der Meister Woerter murmelnd, singend, auf einen Messingteller trommelnd und mit seinen Gloeckchen klingelnd vor uns sass und immer weiter in eine andere Sphaere abtriftete, bis er letztlich vollkommend zittern und im Schneidersitz huepfend vor uns schwitzend in Extase geriet. (wir sassen in 5 Schichten gewickelt da..) Als er seinen Hoehepunkt erreichte (lauter sang und pfiff und staerker noch zitterte) biss er in eine einmeter hohe Messingkanne, gefuellt mit Wasser und sprang, sie im Mund haltend auf, um in die anderen Zimmer zu hasten und den Geist zu toeten(?). Anschliessend hat er sich brennende Dochte in den Mund gestopf und dann kam der Strom wieder und bald darauf war er fertig, hat uns erzaehlt, dass er bei der Armee ist und nun wuesse, welcher Geist die Frau belagert. Naechste Woche wird er dann gegen ihn vorgehen.
Die Kranke hat die Zeit ueber abwechselnd geschrien, geweint, sich gekruemmt, verkrampft und Namen gerufen. Ihr Mann hatte aller Hand zu tun, um sie festzuhalten.
Besonders schlimm war das Ganze fuer die zwei Toechter und den kleinen Sohn.
Unsere Angst hatten wir bald verloren, als der dicke Bruder von Ram Witze machte, die anderen mit den Handys spielten (..wie immer alle hier, sogaar bei der Hochzeitszeremonie...) und die Einladung fuer die naechste Zeremonie kam, bei welcher der Meister ueber brennende Steine laufen will....
Ohne den schrecklichen Anblick der Frau haette das Ganze eine gute Zirkusnummer abgegeben.
Nach der Zeremonie (Pusha), beim anschliessenden Tee, war die Frau wieder normal und konnte mit uns reden. Sie hat sogar gelacht, als wir betreten gefragt haben, ob es ihr nun besser gehe.
Nachdenklich ging es mit dem "Bike" zurueck, in Erwartung auf Sonntag Nacht, wenn die naechste Vorstellung vielleicht auf uns wartet.
Morgen werden wir mit Ram in die Kirche gehen und nach Bodhnat fahren, um weiter nach einem Mandalakurs zu suchen. Ausserdem fahren wir vielleicht nach Thamel (Weihnachtsgeschenke), weil die Strassen von Sonntag bis Mittwoch wegen Maoistenstreiks gesperrt werden. (Handgreiflichkeiten,...)
Liebe Gruesse, die von-boesen-Geistern-verschonten Jule und Sophie
...muuuuahhhhh...
Samstag, 12. Dezember 2009
Geburtstag
Am Morgen des 12.12.2009 haben wir uns zur Feier des Tages ein "deutsches Fruehstueck" gegoennt. Es gab Brot, Marmelade, Tee, Nutella, Honig und Schokoladenweihnachtsmaenner. Auch danach wurde fleissig weitergeschlemmt. Bei unserem zweiten Tee im Children Home wurde uns ein knueppelkuchenteigartiger Ring angeboten und anschliessend gab es extra noch den gewohnten Reis. Mit vollem Bauch wurden dann, begleitet von staendigen "Happy Birthday"- Staendchen, selbstgebastelte Geburtstagskarten, eine unechte Silberkette mit rosa Herzchenanhaenger, dazu passende unechte Silberohrringe, ein kuenstlicher Blumenstrauss, ein verspiegelter Kasten mit Plastikrose sowie ein Blumenkohl dem Geburtstagskind ueberreicht- die Freude war gross und wurde die meiste Zeit von Jules Gelaechter und Sophies strahlendem Gesicht und den Worten :"Thank you soo much, woooww, beautiful!" begleitet. Daneben hat sich das Geburtstagskind auch sehr ueber das Paeckchen aus der Heimat gefreut und die beigelegten Fotos im Zimmer aufgehaengt.
Der Hoehepunkt kam gegen 4 Uhr Nachmittags. Gitas Bruder, dessen Namen wir immer noch nicht richtig wissen, hat das geheimnissvolle Geschenk mitgebracht und das Geburtstagskind angewiesen in das Studierzimmer zu gehen, um dort zu warten. Mit geschlossenen Augen und umgeben von singenden, lachenden Kindern und Erwachsenen, wurden die Warteminuten immer laenger, bis man dann endlich die Augen oeffnen und die Sahnetorte mit 19 Kerzen und der ruehrenden Aufschrift "Happy Birthday dear Shophi" sehen konnte! Feierlich wurden die Kerzen mit geschlossenen Augen ausgepustet, der heimliche Wunsch gedacht und die Torte auf 26 Mann aufgeteielt. Anschliessend gab es Schokopudding, gezaubert von Jule und Sophie und anschliessend WIEDER Reis! Diesmal war dieser suess und mit Nuessen zubereitet, dazu wieder Bohnen, Blumenkohl und kartoffeln (scharf).
Kein Wunder, dass es uns letzte Nacht wieder einmal nicht besonders gut erging.
Was solls, ein unvergesslicher Tag ist es trotzdem.
Weiterhin eine froehliche Vorweihnachtszeit!
Der Hoehepunkt kam gegen 4 Uhr Nachmittags. Gitas Bruder, dessen Namen wir immer noch nicht richtig wissen, hat das geheimnissvolle Geschenk mitgebracht und das Geburtstagskind angewiesen in das Studierzimmer zu gehen, um dort zu warten. Mit geschlossenen Augen und umgeben von singenden, lachenden Kindern und Erwachsenen, wurden die Warteminuten immer laenger, bis man dann endlich die Augen oeffnen und die Sahnetorte mit 19 Kerzen und der ruehrenden Aufschrift "Happy Birthday dear Shophi" sehen konnte! Feierlich wurden die Kerzen mit geschlossenen Augen ausgepustet, der heimliche Wunsch gedacht und die Torte auf 26 Mann aufgeteielt. Anschliessend gab es Schokopudding, gezaubert von Jule und Sophie und anschliessend WIEDER Reis! Diesmal war dieser suess und mit Nuessen zubereitet, dazu wieder Bohnen, Blumenkohl und kartoffeln (scharf).
Kein Wunder, dass es uns letzte Nacht wieder einmal nicht besonders gut erging.
Was solls, ein unvergesslicher Tag ist es trotzdem.
Weiterhin eine froehliche Vorweihnachtszeit!
Dienstag, 8. Dezember 2009
Montag, 7. Dezember 2009
Nikolaus
Nachdem am 5.12. kein Kind daran erinnert werden musste Schuhe zu putzen und alle Schuhe so sauber und neu, wie schon lange nicht mehr ausgesehen haben (es gab sogar Schuhcreme) haben wir uns gegen 6 Uhr abends daran gemacht sie zu befuellen. Am naechsten Morgen waren wir wieder puenktlich um 7 Uhr, noch VOR dem Tee, im Children Home, um den abgeschlossenen Raum aufzuschliessen. Die Kinder und Eltern haben Trinkpaeckchen, Ueberraschungseier, Schokonuesse, Bangels und Germes gefunden.
Ueberraschender Weise haben wir anschliessend auch was gefunden, wir haben uns wirklich gefreut! :) In altes Papier wurden uns Bonbons, Kaugummis und Cofe- Toffees gepackt :) Den anschliessenden Milchtee konnten wir somit sogar mit etwas Suessem UND mit Keksen geniessen.
Joa. Den restlichen Tag haben wir dann mit dem Ausfugen der Fenster und Streichen des Hauses verbracht. Wieder mal nicht besonders weihnachtlich. Dafuer werden wir Ende der Woche endlich fertig sein mit allem!:) Mal sehen, wie viel Geld von der Spendenaktion dann noch uebrig ist- wir werden es euch wissen lassen!
Bis bald,
Jule und Sophie
Ueberraschender Weise haben wir anschliessend auch was gefunden, wir haben uns wirklich gefreut! :) In altes Papier wurden uns Bonbons, Kaugummis und Cofe- Toffees gepackt :) Den anschliessenden Milchtee konnten wir somit sogar mit etwas Suessem UND mit Keksen geniessen.
Joa. Den restlichen Tag haben wir dann mit dem Ausfugen der Fenster und Streichen des Hauses verbracht. Wieder mal nicht besonders weihnachtlich. Dafuer werden wir Ende der Woche endlich fertig sein mit allem!:) Mal sehen, wie viel Geld von der Spendenaktion dann noch uebrig ist- wir werden es euch wissen lassen!
Bis bald,
Jule und Sophie
Donnerstag, 3. Dezember 2009
Vorweihnachtszeit in Budhanilkantha
Die schoenste Zeit des Jahres verbirngen wir dieses Jahr wohl etwas anders, als gewohnt. Aber was solls, wir geniessen die Sonne, die Berge und vor allem unsere Wohlfuehltage (Sonntag und Mittwoch), an denen wir wie gewohnt Down Town fahren, uns Sehenswuerdigkeiten ansehn oder einfach nur im "Bakery" Schokogebaeck vernaschen..:) Daneben haben wir in unserem Schraenkchen auch noch Lebkuchen, Kerzen und Raeucherkerzchen gebunkert, die hoffentlich bis zum 24. durchhalten. Auch ein Weihnachtskalender, nicht nur fuer die lieben Kinder, haengt in unserem Zimmer, provisorischer Weise ueber dem Lichtschalter.. Der Weihnachtsunterricht, indem auf das Christentum, die Weihnachtsgeschichte und vor allem auf Weihnachtslieder eingegangen wird, ist des oefteren ganz witzig. Wir lachen ueber die Kinder und sie ueber uns. So haben alle Spass und freuen sich auf die naechsten Stunden :)
Letzten Sonntag waren wir in der 3. ehemaligen Koenigsstadt, Patan, die leider nur halb so idyllisch ist, wie Bhaktapur. Ausserdem hatten wir ein absolutes Highlight am Samstag: Eine deutsche familie, die jetzt in Dubai wohnt hat das Children Home besucht,. zusammen mit einem Trekkingguide, den wir bereits kannten (und nie angerufen haben, was ihn etwas gestoert hat und er uns auch gleich gesagt hat...) Er hat uns sofort in das Tagesprogramm mit eingeplant, hat uns seine Pashminafabrik gezeigt und uns anschliessend alleine mit der Familie bei einem nepalesischen Rockkonzert abgesetzt- lustige Erfahrung! Hier mal wieder fast aussschliesslich Maenner (schlechtes Karma..) und schwarze Sachen. Anschliesswend haben sie uns in einen traumhaft schoenen Koenigsgarten eingeladen, wo wir Fisch, Wieder Schnitzel, Broetchen, Caramel Latte, Cola, frisches Gemuese und eine Nussnougatschnitte geniessen durften! Wirklich unheimlich unbeschreiblich himmlisch!:) Hach ja....
Auch der Tagesabgang war durchaus lustig. Wir haben mal wieder unsere Probleme gehabt an den nepalesischen Schriftzeichen unsere Buslinie zu erkennen. (Busfahren sieht hier so aus: Ein nepalesischer Junge schreit aus offener Tuer im vorbeifahren das uns leider unverstaendliche Ziel aus und man muss sozusagen aufsprigen, wenn es denn das Richtige ist..moeglichst vor den hundert anderen Wartenden...) Touristen nutzen diese Moeglichkeit eigentlich nie. (eine halbstuendige Fahrt= fuer 2 Personen 30 Cent) doch mutig, wie wir sind springt Sophie auf, denkt, Jule ist hinter ihr, der Bus wird schneller und schneller, Sophie wundert sich, bemerkt mit Schrecken, dass Jule mit dem geld draussen nebenher rennt und vor lachen nicht ganz mit dem Bustempo Schritthalten kann. In letzter Minute springt sie an die Stange ueber der Tuer und laesst sich, zu Sophies Beruhigung neben sie auf den Fussboden fallen. (ueberfuellte Nachmittagsbusse bieten so gut wie nie Sitzplaetze..)
Naechstes Wochende wollen wir Down Town fahren und einen Aussichtsturm suchen UND natuerlich Backwaren verzehren:)
Jetzt muessen wir leider schon wieder schlussmachen, es geht uns gesundheitlich etwas beschissner und auch die Internetverbindung nervt uns zunehmend!!!
Auf bald ihr Lieben!
Letzten Sonntag waren wir in der 3. ehemaligen Koenigsstadt, Patan, die leider nur halb so idyllisch ist, wie Bhaktapur. Ausserdem hatten wir ein absolutes Highlight am Samstag: Eine deutsche familie, die jetzt in Dubai wohnt hat das Children Home besucht,. zusammen mit einem Trekkingguide, den wir bereits kannten (und nie angerufen haben, was ihn etwas gestoert hat und er uns auch gleich gesagt hat...) Er hat uns sofort in das Tagesprogramm mit eingeplant, hat uns seine Pashminafabrik gezeigt und uns anschliessend alleine mit der Familie bei einem nepalesischen Rockkonzert abgesetzt- lustige Erfahrung! Hier mal wieder fast aussschliesslich Maenner (schlechtes Karma..) und schwarze Sachen. Anschliesswend haben sie uns in einen traumhaft schoenen Koenigsgarten eingeladen, wo wir Fisch, Wieder Schnitzel, Broetchen, Caramel Latte, Cola, frisches Gemuese und eine Nussnougatschnitte geniessen durften! Wirklich unheimlich unbeschreiblich himmlisch!:) Hach ja....
Auch der Tagesabgang war durchaus lustig. Wir haben mal wieder unsere Probleme gehabt an den nepalesischen Schriftzeichen unsere Buslinie zu erkennen. (Busfahren sieht hier so aus: Ein nepalesischer Junge schreit aus offener Tuer im vorbeifahren das uns leider unverstaendliche Ziel aus und man muss sozusagen aufsprigen, wenn es denn das Richtige ist..moeglichst vor den hundert anderen Wartenden...) Touristen nutzen diese Moeglichkeit eigentlich nie. (eine halbstuendige Fahrt= fuer 2 Personen 30 Cent) doch mutig, wie wir sind springt Sophie auf, denkt, Jule ist hinter ihr, der Bus wird schneller und schneller, Sophie wundert sich, bemerkt mit Schrecken, dass Jule mit dem geld draussen nebenher rennt und vor lachen nicht ganz mit dem Bustempo Schritthalten kann. In letzter Minute springt sie an die Stange ueber der Tuer und laesst sich, zu Sophies Beruhigung neben sie auf den Fussboden fallen. (ueberfuellte Nachmittagsbusse bieten so gut wie nie Sitzplaetze..)
Naechstes Wochende wollen wir Down Town fahren und einen Aussichtsturm suchen UND natuerlich Backwaren verzehren:)
Jetzt muessen wir leider schon wieder schlussmachen, es geht uns gesundheitlich etwas beschissner und auch die Internetverbindung nervt uns zunehmend!!!
Auf bald ihr Lieben!
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