Dieses Mal hatte der Chakre (magic man) die Aufgabe, den Grund fuer den Selbstmord des Ehemannes herauszufinden.
Um uns dieses Ritual auch nicht entgehen zu lassen starteten wir gegen 19:00 Uhr mit Ram und seinem ueberaus duemmlichen Freund (der uns stets, auch auf ganz anders gestellte Fragen mit :"Me?! I am single!" antwortete....-.-) zum Festplatzt. Hier wurde fuer den Geistesheiler und seine Geister eine Art Arena errichtet, die von bunten Faehnchen und Blinklichterketten eingerahmt war. In der Mitte befand sich ein riesiger Holzhaufen.
Als wir gegen um 8 eintrafen wurden wir direkt auf eine Dachterrasse verwiesen und bekamen heisses Wasser zum aufwaermen. Zu diesem Zeitpunkt war es noch wirklich angenehm, wir hatten schliesslich jeder 4 Fleecejacken und mehrere Pullover sowie eine Winterjacke an. Nach den ersten 4 Stunden Wartezeit (wir durften dieses Mal die eigentliche Zeremonie innerhalb des Hauses nicht miterleben) in der voranschreitenden Nacht wurde dann nicht nur uns sondern sogar auch mal den Einheimischen (die wie es scheint kein Temperaturempfinden haben) kuehl. Doch als es dann auch nach 6-7 Stunden nicht anfing und Ram partout nicht vor der grossen Auffuehrung fahren wollte wurden wir dann doch schon ziemlich schlecht gelaunt. Jule spuerte ihre erfrorenen Zehen gar nicht mehr und auch Sophie konnte ihr Zittern nicht mehr ganz kontrollieren. Unsere Rettung war, dass die Familie irgendwann zwischen unserem halb- und ganz erfrorenen Zustand ein kleines Lagerfeuer entzuendete und erneut Heisswasser austeilte. Wir hatten wirklich Wut! Vor allem, wenn man bedenkt, dass der daemliche Freund die meiste Zeit, wie auf Drogen kicherte...
Gegen 3:00 Uhr morgens und nach 9 Stunden Wartezeit begann die 5 minuetige Zeremonie. Hierbei erklaerte uns Bishesh (auszubildender Koch, auch mit auf der Dachterasse) dass der Chakre nun wie wild durch den Gluthaufen des zu vor riesigen Holzhaufens rennt, weil die Geister nun anwesend sind und ihm zufluestern, weshalb der Mann sich umbrachte. In der Zeit davor wurden die Geister gerufen, nun befragt. Anschliessend huepfte der Mann, klingelnd mit seinen Gloeckchen, zusammen mit seinen 3 Gehilfen zurueck in das Haus der Familie, wo er denen alles ueber die Gruende erzaehlte.
Vermutlich waren wir noch nie in unserem Leben so durchgefroren und nass (Raureif). Auch zurueck in unseren Schlafsaecken wurden wir nicht mehr warm in dieser Nacht- keine Geisteraustreibungen mehr fuer uns, das steht fest.
Samstag, 26. Dezember 2009
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