Den Morgen des 24. haben wir damit verbracht die Geschenke fuer alle in Zeitungspapier einzupacken. Es gab fuer die Maedchen Strumpfhosen, dicke Socken und Spittelzeugs sowie Suessigkeiten. Die Jungs bekamen ein kleines Spielzeug, ein T- shirt und dicke Socken sowie ebenfalls reichlich Suesses. Ausserdem haben alle Barbie- bzw. Jungssticker bekommen. Fuer MIm Lal und Gita gab es den lang ersehnten Whisky aus Deutschland, Schokolade, Kekse, Parfum und Waescheklammern fuer das Dach( jetzt fliegt die frische Waesche ev. nicht mehr so oft in den Dreck..)
Anschliessend haben wir zusammen mit Mim Lal und den kleineren Kindern, die mit ihren Pruefungen bereits fertig waren, das Studierzimmer festlich geschmueckt- ganz im Nepalstyle. Wieder gab es bunte, kitschige, blinkende und weihnachtsliederspielende Lichterketten im ganzen Raum, auf dem Tisch wurden Papiersterne aufgeklebt, in der Ecke der "Tannenbaum" (Zweige in einem Eimer mit Erde, dekoriert mit orangenen Blumen und Watte..) plaziert und Kekse, Orangen und Kerzen eingekauft.
Nachdem alle Kinder eingetroffen waren haben wir den Weihnachtskalender geoeffnet (deutsche Schokolade- Milka) und Pfannkuchen gebacken, die wir dann fuer alle mit Schokocrem serviert haben. Die Ueberraschung war jedoch am groessten, als Bishesh den Sack vom Weihnachtsmann (unseren Sack fuer die Rucksaecke im Flieger) mit einem Brief von diesem fand. Hierin stand, dass er leider nicht persoenlich kommen kann, denn sein wichtigstes Rehntier, Rudolph, ist krank. Seine Nase leuchtet nicht mehr und der Weihnachtsamnn ist ratlos, wie er alles schaffen soll. Dafuer sind Jule und Sophie da, die seine Aufgabe dieses Jahr uebernehmen sollen, naechstes JAhr kommt er bestimmt.
Also taten wir, was der Boss uns auftrung und liessen die Bescherung beginnen.
Unser Vorhaben, dass jeder ein Lied singen sollte wurde allerdings abgewandelt indem dann jeder etwas vortanzte oder alle zusammen sangen und lachten. Es war wirklich eine Bombenstimmung :) Der Spass wurde am groessten, als der Strom wiederkam und endlich auch die Lichterketten loslegten und die Anlage indische Songs spilete. Die meisten Kinder oder auch Erwachsenen tanzen und assen viel zu viel Schokolade und die anderen halfen in der Kueche beim Momo kochen. Die kleinen Teigtaschen, gefuellt mit Fleisch oder Gemuese, gab es dann anstatt des ueblichen Reises.
Rundum kann man sagen, dass das Fest schoener war, als wir uns es erhofft hatten.
Gegen 21:00 Uhr verabschiedeten wir uns in Vorfreude auf unsere Geschenke von zu Hause, die wir dann in unserem Zimmer bei gemuetlichem Kerzenschein und Raeucherkerzenduft oeffneten. (besonderer Dank an Lisa fuer die Raeucherkerzen :)
Den ersten Weihnachtsfeiertag, verbrachten wir vormittags in der Kirche. In Nepal ist es ueblich, Jesus Geburt am Morgen des 25. zu feiern.
Dafuer holte uns gegen halb 12 unsere fanatische Waschfrau ab, die uns schon mehr als einmal versicherte:"I love Jesus!!!" Zusammen mit ihr und ihrer Nichte Mamta verbrachten wir 3 Stunden bei einem kleinen Vorspiel und Gesang und natuerlich der Predigt. Lustig war, dass der aelteste Christ der Gemeinde (weisse Hopperkapuze, eingefallenes Gesicht, ausdruckloser Blick und Rundbrille) die Aufgabe hatte hinter einer gigantischen Geburtstagstorte fuer Jesus zu sitzen und mit seiner letzten Puste die Kerzen auszupusten, waehrend die restlichen Leute "Happy Birthday to you Jesus.." sangen :):):) Haha!
Auch hier steht wieder fest, kein weiterer sektenhafter Kirchgang mehr fuer uns :)
Samstag, 26. Dezember 2009
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